# Das Schweizer Schattennetzwerk: wie die iranischen Mullahs Einfluss ausüben **By:** Fabian Baumgartner, Florian Schoop, Jan Ludwig, Anja Lemcke (Illustration) **Published:** 2026-03-31T05:00:00+02:00 **Source:** [Neue Zürcher Zeitung](https://www.nzz.ch/schweiz/iran-spionage-in-der-schweiz-das-geheime-netzwerk-der-mullahs-ld.1929241) --- ![Das Schweizer Schattennetz der iranischen Mullahs](https://img-msp-prod.nzz.ch/2026/03/26/52919c90-c900-4599-85d4-758d87f7fd6b.jpg?width=1200&height=860&fit=bounds&quality=75&auto=webp&crop=3000,1687,x0,y232) # Das Schweizer Schattennetz der iranischen Mullahs Auf den Spuren eines verschwiegenen Netzwerks von Regimeunterstützern, das seit dem Irankrieg stärker in den Fokus der Sicherheitsbehörden geraten ist. Ein Mann rennt über einen Zebrastreifen mitten in Lausanne, das Handy filmend in der Hand. Er schreit eine Gruppe von Männern an, die auf einem Trottoir stehen. «Schämt ihr euch nicht?», ruft er auf Farsi. Die Männer wirken erst überrumpelt. Dann versuchen sie, ihre Gesichter zu verbergen, und laufen davon. Doch der Filmende lässt nicht locker, er geht weiter auf sie zu. «Geht nicht weg!», schreit er, «Warum rennt ihr weg? Wohin rennst du, Verräter? Verräter!» ![Stilisierte Szenen gemäss Screenshots aus dem Video.](https://img-msp-prod.nzz.ch/2026/03/26/bf450cb9-55a2-4310-9045-405748b1b2bb.png?width=654&height=611&fit=crop&quality=75&auto=webp) ## Stilisierte Szenen gemäss Screenshots aus dem Video. Es ist der Abend des 7. März. Sieben Tage zuvor ist der iranische Oberste Führer Ali Khamenei getötet worden – ein Ereignis, das auch die Diaspora in der Schweiz spaltet. Anhängerinnen und Anhänger des Regimes haben sich an diesem Abend im Lausanner Volkshaus an der Place Chauderon zur Ehrerbietung versammelt. Dutzende Gläubige trauern im gemieteten Veranstaltungssaal – die Männer auf der einen Seite, die Frauen auf der anderen. Nach dieser Gedenkfeier kommt es unweit des Volkshauses zum Zwischenfall am Fussgängerstreifen. Der Mann filmt weiter und schreit einem der Teilnehmer hinterher: «Feigling! Ich scheisse auf die Seele deines Scheissführers! Ich scheisse auf die Seele von Khomeiny und Khamenei.» Mehrere der Männer drehen sich um, zücken ihre Smartphones und richten die Kameras auf ihren Verfolger. Der weicht nun zurück, zum Zebrastreifen. Dort stellt sich ihm ein anderer Mann aus der Gruppe in den Weg: «Wessen Hund bist du?», fragt er den Filmenden. Dann geraten die beiden aneinander. Die Aufnahme bricht ab. Das Video verbreitet sich rasch in der iranischen Gemeinschaft. Wer es gedreht hat, bleibt unbekannt. Klar ist hingegen, wer die gefilmten Männer sind: Arash Rezani und Eshraf Madani (beide Namen geändert). Sie werden im Video mit ihrem echten Namen genannt. Die beiden sind Teil eines iranischen Schattennetzwerks in der Schweiz, das mit dem Regime in Teheran sowie den berüchtigten Revolutionswächtern eng verbunden ist. Ein Netzwerk, das auch Moscheen, Vereine und Firmen umfasst. Und über das kaum etwas bekannt ist. Die Schweiz ist zwar seit langem ein bevorzugter Studienort für die Kinder der iranischen Elite. Die Recherche wirft jedoch zwei Fragen auf: Was genau bezweckt dieses Netzwerk von Regimeanhängern in der Schweiz? Und wie gefährlich ist es? Die NZZ ist den Spuren einer Szene gefolgt, die mit dem Iran-Krieg verstärkt in den Fokus der Sicherheitsbehörden geraten ist. > Der Netzwerker ![](https://img-msp-prod.nzz.ch/2026/03/24/d9dc861a-e268-419f-a23a-0b112d7f0fbd.png?width=654&height=499&fit=crop&quality=75&auto=webp) Die Spur der Regimeanhänger in der Schweiz führt an eine Hauptstrasse ausserhalb von Lausanne – zu einem modernen Wohnblock, gut angebunden ans Stadtzentrum und an die Eidgenössische Technische Hochschule, die EPFL. Vor dem Eingang stehen Dutzende Briefkästen. Einer gehört Arash Rezani. Jenem Mann, der auf dem Video nach der Gedenkfeier für Ali Khamenei als Verräter beschimpft wurde. Arash Rezani lebt schon länger in der Schweiz. Laut seinem Linkedin-Konto kam er 2011 hierher und begann sein Doktorat an der EPFL. Fünf Jahre später promovierte er. Seither arbeitet Rezani für ein Innovationszentrum im Bereich der Mikrotechnik in der Romandie – inzwischen ist er Schweizer Bürger. Rezani gilt als streng religiös. Auf dem Messenger-Dienst Telegram nutzte er als Profilbild ein Porträt von Kassem Soleimani. Der iranische Generalmajor war einer der einflussreichsten Figuren im Sicherheitsapparat des Regimes und verantwortlich für die Auslandoperationen. Er wurde im Januar 2020 bei einem amerikanischen Drohnenangriff getötet. Wer Soleimani als Profilbild auf einem Messenger verwendet, möchte mutmasslich vor allem eines signalisieren: seine Nähe zum iranischen Regime. Auch der Tonfall von Rezanis Posts auf Linkedin lässt dies erahnen – etwa, wenn er schreibt, der westliche Wohlstand sei mit dem «Blut der Kinder in Gaza vermischt». In seiner wissenschaftlichen Arbeit widmet er sich hingegen einem rein sachlichen Thema: Er forscht daran, Kameras und Sensoren intelligenter zu machen. Rezani entwickelt Methoden, die es Geräten ermöglichen, Bilder und Signale selbständig zu interpretieren. Und so Objekte, Personen oder Situationen direkt zu erkennen, ohne die Daten zuvor an eine Cloud senden zu müssen. Seine Doktorarbeit hat Rezani seiner Ehefrau gewidmet. Ihr Name findet sich auch am gemeinsamen Briefkasten in Lausanne. Sie hat mutmasslich enge Beziehungen zum Regime. Gemäss Quellen aus der iranischen Community ist ihr Vater Professor an der Imam-Hossein-Universität in Teheran – der zentralen militärisch-ideologischen Kaderschmiede der iranischen Revolutionswächter. > Die prominente Absolventin ![](https://img-msp-prod.nzz.ch/2026/03/13/b2c61f81-db17-468b-9e72-7751aa04fe2b.png?width=654&height=503&fit=crop&quality=75&auto=webp) Den prominentesten Namen sucht man an jenem Briefkasten allerdings vergebens: den der Tochter von Alireza Zakani, dem Bürgermeister von Teheran. Gemäss NZZ-Recherchen ist auch sie an dieser Adresse gemeldet. Alireza Zakani ist ein einflussreicher Hardliner und ein prominenter Vertreter des konservativen Lagers in Iran. Mehrmals ging er als Präsidentschaftskandidat ins Rennen, letztmals 2024. Zakani wird mit Funktionen im Umfeld der Basij-Miliz in Verbindung gebracht, also mit der paramilitärischen Einheit der islamischen Revolutionswächter. 2021 wurde er Bürgermeister von Teheran. Als solcher steht er für die harte Linie bei der Durchsetzung des Hijab-Zwangs, also der Pflicht jeder Frau, sich mit dem traditionellen islamischen Kopftuch das Haar, die Ohren und den Hals zu bedecken. Grossbritannien hat Zakani 2023 [mit Sanktionen belegt](https://assets.publishing.service.gov.uk/media/6504169e97d396000d482f6f/Notice_Iran__Human_Rights__150923.pdf) – und begründet dies damit, er sei an schweren Menschenrechtsverletzungen beteiligt. Im eigenen Land geriet Alireza Zakani zwei Jahre zuvor unter Druck, wegen seiner Tochter. Es herrschte gerade Wahlkampf, und Zakani wollte Irans nächster Präsident werden. Doch dann kursierten Gerüchte, seine Tochter lebe im Ausland, [sie habe dort sogar Zakanis Enkel geboren](https://www.mehrnews.com/news/5222016/%D8%AF%D9%88%D8%AA%D8%A7%D8%A8%D8%B9%DB%8C%D8%AA%DB%8C-%D8%A8%D9%88%D8%AF%D9%86-%D9%81%D8%B1%D8%B2%D9%86%D8%AF-%D8%B9%D9%84%DB%8C%D8%B1%D8%B6%D8%A7-%D8%B2%D8%A7%DA%A9%D8%A7%D9%86%DB%8C-%D8%B5%D8%AD%D8%AA-%D9%86%D8%AF%D8%A7%D8%B1%D8%AF). In Iran warf man ihm deshalb Scheinheiligkeit vor: ein politischer Hardliner, der gegen den Westen hetzt, während er seine eigene Tochter dort studieren, arbeiten und leben lässt – und sogar einen Enkel hat, der im Westen geboren wurde. In einer Internetsendung reagierte Zakani. Er habe seine Tochter gezielt in die Schweiz geschickt, weil es ihren Studiengang in Iran nicht gebe. [Er habe ihrem Vorhaben zugestimmt](https://www.independentpersian.com/node/149976/%D8%B3%DB%8C%D8%A7%D8%B3%DB%8C-%D9%88-%D8%A7%D8%AC%D8%AA%D9%85%D8%A7%D8%B9%DB%8C/%C2%AB%D8%AF%D8%AE%D8%AA%D8%B1-%D8%B2%D8%A7%DA%A9%D8%A7%D9%86%DB%8C-%D9%BE%D8%A7-%D8%A8%D9%87-%D9%85%D8%A7%D9%87-%D8%A8%D9%88%D8%AF%D8%8C-%D8%A8%D8%A7%DB%8C%D8%AF-%D8%B3%D9%88%D8%A6%DB%8C%D8%B3-%D8%B2%D8%A7%DB%8C%D9%85%D8%A7%D9%86-%D9%85%DB%8C%E2%80%8C%DA%A9%D8%B1%D8%AF%C2%BB?utm_source=chatgpt.com), damit sie «diese Fahne des Stolzes» für ihr Heimatland erringen könne. Zakani betonte zudem, es sei falsch, dass seine Tochter nach wie vor in der Schweiz lebe. Sie sei nach ihrem Abschluss an der EPFL nach Iran zurückgekehrt. NZZ-Recherchen zeichnen ein anderes Bild. So ist Zakanis Tochter nach wie vor in der Schweiz gemeldet – zusammen mit ihrem Mann und an derselben Adresse, an der auch Arash Rezani lebt. In derselben Wohnung sogar. Ihre Spuren in der Schweiz lassen sich gut nachzeichnen. Im Jahr 2017 begann sie ihr Masterstudium in Digital Humanities, einem noch jungen Fach an der EPFL, das Informatik und Datenanalyse mit Geistes- und Sozialwissenschaften verbindet. Im Oktober 2019 schloss die junge Frau ihr Studium ab. Auf der Website der EPFL war sie zu sehen, wie sie zusammen mit anderen Studierenden des Jahrgangs für ein Abschlussfoto posiert. Sie trägt einen Hijab und hält auf dem Arm ihren Sohn. Das Bild ist mittlerweile von der EPFL-Website gelöscht worden – genauso wie ein Testimonial von ihr, in welchem sie den neuen Studiengang lobt. Bei der EPFL heisst es dazu auf Anfrage, man sei über eine Kampagne gegen die Frau in den sozialen Netzwerken hingewiesen worden. Mehrere Personen und Dienste der Hochschule hätten im Januar Fotos und Nachrichten erhalten, die auf die Anwesenheit von Zakanis Tochter an der EPFL hingewiesen hätten. Die Seiten habe man entfernt, um eine Instrumentalisierung der Inhalte zu vermeiden. «Aus dem Zusammenhang gerissene Screenshots können den Namen der Hochschule mit Anschuldigungen in Verbindung bringen, was wir vermeiden wollen.» Zudem sei Zakanis Tochter seit mehr als sechs Jahren nicht mehr an der EPFL. Zur Zulassung der Frau schreibt die Hochschule, sie habe die akademischen Voraussetzungen erfüllt und gültige Aufenthaltspapiere vorgewiesen. In den letzten Wochen und Monaten verschwanden weitere Spuren von ihr im Internet, unter anderem ihr Linkedin-Account. Nachforschungen in ihrem Umfeld ergaben aber, dass sie nach dem Masterabschluss gar nicht nach Iran zurückgekehrt ist – wie ihr Vater behauptete –, sondern hier eine Stelle antrat, bei einem Schweizer Technologieunternehmen. Dort arbeitete sie bis 2023. Wo Zakanis Tochter heute lebt, ist unklar. Eine Anfrage bei ihr blieb unbeantwortet – genauso wie eine bei Arash Rezani. > Der glühende Regimeanhänger ![](https://img-msp-prod.nzz.ch/2026/03/24/f02cee5d-61cd-4bef-9c55-94cf3c263c9f.png?width=654&height=499&fit=crop&quality=75&auto=webp) Zurück zum Video, zurück zur Szene am Lausanner Zebrastreifen. In den letzten Sekunden tritt ein Mann ganz nah an die Kamera heran. Er fragt den Filmenden: «Wessen Hund bist du?» Dann kommt es zur Handgreiflichkeit. Bevor das Video in den sozialen Netzwerken verbreitet wurde, hat es jemand bearbeitet und den Namen dieses Mannes einblenden lassen. Seine Name lautet in diesem Text Eshraf Madani; tatsächlich heisst er anders. Dass ihn jemand im Video erkannte, ist kein Zufall. Der 40-jährige Iraner gilt als glühender Anhänger des iranischen Regimes. Und als einer, der selbst Teil des Repressionsapparats war, bevor er in die Schweiz migrierte. Madani soll ein führendes Mitglied der gefürchteten Basij-Miliz sein - oder gewesen sein. Das geht aus einem [offenen Brief](https://web.archive.org/web/20260201103102/https:/www.iscanews.ir/news/932753/%D8%A7%D8%B5%D9%84%D8%A7%D8%AD-%D8%A7%D8%B3%D8%A7%D8%B3%DB%8C-%D8%AE%D9%88%D8%AF-%D8%AC%D9%85%D9%87%D9%88%D8%B1%DB%8C-%D8%A7%D8%B3%D9%84%D8%A7%D9%85%DB%8C-%D8%A7%D8%B3%D8%AA) von aktiven und ehemaligen Basij-Mitgliedern zum Jahrestag der islamischen Revolution hervor, der 2018 publiziert worden ist. Eshraf Madani hat ihn unterzeichnet, zusammen mit rund 3000 weiteren Personen. Neben seinem Namen steht seine Funktion: Leiter Basij, Technische Fakultät der Universität Teheran, Doktorand der Polytechnischen Universität Lausanne – also der EPFL. Die Basij-Miliz bildet das Rückgrat des iranischen Repressionsapparats. Als paramilitärische Einheit ist sie im ganzen Land präsent: Ihre Mitglieder sind oft in Zivil und auf Motorrädern unterwegs und überwachen das öffentliche Leben. Die Miliz war massgeblich an der brutalen Niederschlagung von Protestbewegungen beteiligt – so auch im Januar 2026. Dabei wurden Tausende Demonstranten getötet. An Schulen und Universitäten dient die Basij zudem als Instrument zur Überwachung und Einschüchterung von Studierenden und Dozenten. Eshraf Madani kam gemäss seinem mittlerweile gelöschten Linkedin-Profil 2010 in die Schweiz. Dort studierte er Materialwissenschaften. Neun Jahre später schloss er seine Doktorarbeit ab – über mikroskopisch kleine Komponenten, sogenannte Mems. Beruflich und gesellschaftlich fasst Madani schnell Fuss: 2019 steigt er in die Tourismusbranche ein, mit einer Firma, die bis heute besteht. Und er gründet einen Verein, der nach eigenen Angaben Spenden für krebskranke Kinder sammelt. Schliesslich findet er eine Anstellung bei einem Schweizer Technologiezentrum – dort, wo auch Arash Rezani arbeitet. Weitere Details zu seinen Aktivitäten sind schwer zu finden. In den letzten Wochen hat Eshraf Madani mehrere Profile in den sozialen Netzwerken offline genommen, darunter auch sein Linkedin-Konto und seinen Facebook-Account. Auf eine Anfrage der NZZ hat er nicht reagiert. Für illegale Aktivitäten von Arash Rezani, Zakanis Tochter und Eshraf Madani gibt es keine Anhaltspunkte. Doch die drei sind keine Einzelfälle. Sie sind vielmehr Teil eines Musters: Recherchen zeigen, dass an den Schweizer Hochschulen wiederholt Personen studiert haben, deren Familien zur Elite des iranischen Machtapparats gehören – bis hin zu Angehörigen von Geheimdienst- und Regierungsmitgliedern. Zwar ist nicht jede Verbindung problematisch, nicht alle haben eine politische Agenda. Aber in der Vergangenheit fand westlicher Technologietransfer nach Iran häufig über Wissenschafter und Ingenieure statt, die nach ihrer Ausbildung und ihrer Tätigkeit im Ausland ihr erworbenes Wissen gezielt in die Heimat zurückbrachten. Die Häufung solcher Fälle in Lausanne wirft eine grundsätzliche Frage auf: Welches Risiko birgt die Nähe von Schweizer Hochschulen zu Personen, die eng mit dem iranischen Regime verbunden sind? Ein früherer Fall an der EPFL liefert eine beunruhigende Antwort. Er zeigt exemplarisch, wie aus akademischem Wissen eine militärische Gefahr werden kann – und welche Rolle die EPFL für den Technologietransfer nach Iran spielte. > Irans «Drohnenmann» ![](https://img-msp-prod.nzz.ch/2026/03/24/c990d6db-f76b-4651-bed5-74a1c967b775.png?width=654&height=507&fit=crop&quality=75&auto=webp) Die Verhaftung des früheren EPFL-Studenten Mohammad Abedini Najafabadi im Dezember 2024 in Mailand markiert [den Beginn einer Spionageaffäre](https://www.nzz.ch/schweiz/drohnen-fuer-die-diktatur-wie-schweizer-forschung-in-iranische-waffentechnologie-floss-ld.1892049). Und sie zeigt auf, wie sorglos die Schweiz ist im Umgang mit heikler Technologie. Die amerikanischen Sicherheitsdienste beschuldigen den Iraner, Teil eines Spionagerings gewesen zu sein, der Hightech-Komponenten für Drohnen nach Iran brachte. Im Januar 2024 tötete eine solche iranische Drohne drei amerikanische Soldaten in Jordanien. Das Navigationssystem dafür stammte offenbar aus Abedinis Firma. Italienische Medien gaben ihm nach seiner Verhaftung deshalb den Namen «Drohnenmann». Mohammad Abedini, 1986 geboren, gehört zur religiösen Elite Irans. Sein Vater lehrte an der wichtigsten schiitischen Hochschule des Landes in Qom, er selbst studierte an der Sharif-Universität für Technologie in Teheran. Dort begann er ein Doktorat in Robotik – und wurde laut FBI zum Experten für mikroskopisch kleine Komponenten, sogenannte Mems, die in Navigationssystemen eingesetzt werden. Abedini forschte somit in einem ähnlichen Gebiet wie Eshraf Madani. Noch während des Doktorats gründete er 2011 die Firma SDRA – zusammen mit Freunden aus der iranischen Elite. Nach seinem Abschluss bewarb er sich 2015 erfolgreich für eine wissenschaftliche Stelle an der EPFL. Doch laut amerikanischen Sicherheitsbehörden war er weit mehr als nur ein Forscher: Sie werfen ihm vor, Mems-Mikrokomponenten an seine Universitätsadresse in Lausanne gebracht und von dort in seinem Gepäck nach Iran geschmuggelt zu haben. Als Drehscheibe für seine Spionage soll er 2019 in der Schweiz eine weitere Firma gegründet haben: die Illumove SA. Sie war direkt auf dem Innovationscampus der EPFL angesiedelt und wurde zeitweise sogar von der Waadtländer Organisation für Wirtschaftsförderung beraten. Niemand schöpfte Verdacht. Seinem Vorgesetzten an der Hochschule erzählte Abedini, die Firma entwickle unter anderem Bewegungstracker für den Pferdesport. Das FBI hingegen geht davon aus, dass das Startup primär als Tarnfirma diente, um elektronische Komponenten aus den USA nach Iran zu schmuggeln. Iran reagierte schnell auf Abedinis Festnahme. Nur wenige Tage später, am 19. Dezember 2024, nahmen Sicherheitskräfte in Teheran die italienische Journalistin Cecilia Sala fest und brachten sie ins berüchtigte Evin-Gefängnis. Nach zwanzig Tagen in Haft durfte Sala das Land verlassen. Auch Mohammad Abedini kam frei. Zwar gab es keine offizielle Bestätigung, dennoch deutete vieles auf einen diplomatischen Deal hin. Im Januar 2025 stieg der iranische Ingenieur am Flughafen Milano-Linate in eine Maschine des italienischen Auslandgeheimdiensts. Wenige Stunden später landete er in Teheran. Inzwischen soll Abedini wieder in Iran leben. Das zumindest vermuten die amerikanischen Sicherheitsbehörden, die im letzten Herbst Kryptoguthaben des Ingenieurs sperrten. Auch die Schweiz ermittelte nach einer Anzeige des Staatssekretariats für Wirtschaft gegen ihn. Doch die Untersuchung ist inzwischen zum Stillstand gekommen. Die Bundesanwaltschaft hat das Verfahren gegen den Ingenieur sistiert, wie sie auf Anfrage schreibt. Wie ist es möglich, dass Regimeanhänger in der Schweiz studieren, dass sie hier zusammenfinden, zusammen wohnen, zusammen arbeiten und forschen? Diese Frage hat mittlerweile eine politische Ebene erreicht. Im Grossen Rat des Kantons Waadt reichte der GLP-Politiker David Vogel [eine Interpellation](https://www.vd.ch/gc/seances-du-grand-conseil/point-seance/point/b4c07c34-b80b-45ac-a290-154c09d0ce52/meeting/1029658) ein. Darin stellte er der Regierung genau diese unbequemen Fragen: Ob der Staatsrat Kenntnis habe von der Anwesenheit von Angehörigen der Revolutionswächter in seinem Kanton? Ob er die Anwesenheit von Angehörigen einer als terroristisch bezeichneten Gruppe auf Waadtländer Boden begrüsse? Eine Antwort der Regierung steht noch aus. Auf NZZ-Anfrage sagt David Vogel: «Wenn wir hier Leute haben, die ziemlich direkte Verbindungen zum Regime haben, dann muss man handeln. Es ist ernst.» Er fordert deshalb von den zuständigen Behörden, dass sie selbst anfangen, Fragen zu stellen – «das wäre schon viel». Fragen darüber, wer genau in die Schweiz kommt und ob Verbindungen zu den Revolutionswächtern oder anderen regimenahen Organisationen bestehen. «Falls ja, sollte man das Aufenthaltsrecht solcher Leute ablehnen.» Bei Arash Rezani, Eshraf Madani und der Tochter des Teheraner Bürgermeisters war das zumindest nicht so. Der Fall Abedini und die Spionagegefahr haben dennoch zu einem gewissen Umdenken geführt. Die ETH Zürich etwa führt seit 2024 eine Sicherheitsüberprüfung für Bewerberinnen und Bewerber aus Ländern wie Russland, China, Iran oder Afghanistan durch. Innerhalb eines Jahres lehnte die Hochschule mehr als achtzig Bewerbungen von Studierenden und Dozierenden ab. Auch bei der EPFL heisst es auf Anfrage, man habe verstärkte Kontrollverfahren eingeführt. Diese Kontrollen erfolgten aufgrund eines Kriterienkatalogs, zu dem unter anderem die Qualität der Dossiers, der akademische Werdegang sowie das Fachgebiet gehörten. Insgesamt sind gemäss EPFL bei der letzten Bewerbungsrunde 82 Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt worden. 48 Bewerbungen habe man danach abgelehnt. Einen vergleichbaren Fall wie den von Abedini habe es aber nicht mehr gegeben. Die Thematik beschäftigt auch den Nachrichtendienst des Bundes. Gemäss NDB sind im Zusammenhang mit Iran vor allem drei Bereiche besonders exponiert: Drohnen-, Raketen- und Nukleartechnologie. Iran versucht, diese gezielt auch in der Schweiz zu beschaffen. Man weise seit Jahren auf iranische Spionage- und Beschaffungsversuche von Wissen und Technologie hin. Der NDB sensibilisiere Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstitute deshalb für Bedrohungen, die von Spionage und Proliferation ausgehen. Doch es geht dem iranischen Regime nicht nur um die Beschaffung von Know-how: Gemäss NDB überwachen iranische Dienste auch Exiliraner aus der Opposition in der Schweiz. Regimekritiker werden bedroht, eingeschüchtert und bestochen. In jüngerer Zeit kam es in mehreren europäischen Städten zu Anschlägen auf jüdische Ziele. Die Sicherheitsbehörden vor Ort vermuten Iran als Drahtzieher. Das beschäftigt auch den NDB. Der Nachrichtendienst des Bundes warnte schon zuvor vor möglichen asymmetrischen Aktionen. Dazu zählen Anschläge, Sabotageakte oder Cyberattacken durch iranische Dienste, verbündete Gruppen wie die Hizbullah oder beauftragte kriminelle Netzwerke. Man halte solche Aktionen für wahrscheinlich, heisst es beim NDB. An jenem Samstagabend, dem 7. März, sorgt ein Imam dafür, dass die iranische Propaganda Verbreitung findet. Während der Gedenkfeier für den getöteten Ali Khamenei spricht er im Lausanner Volkshaus zu den anwesenden Gläubigen. Der oberste Religionsführer sei den Märtyrertod gestorben, verkündet er. Und er fügt an: «Amerika, Israel, wir werden keine Demütigung akzeptieren.» Die Anwesenden wiederholen die Worte: «Amerika, Israel, wir werden keine Demütigung akzeptieren.» An der Wand lehnt ein unscheinbarer Mann im grauen Hemd. Er filmt das Geschehen mit seinem Smartphone. Wer er ist? Der Mitbegründer von Mohammad Abedinis Tarnfirma. Jener Firma also, über die westliche Technologie von der Schweiz aus nach Iran gebracht worden sein soll. Er stieg 2021 aus dem Unternehmen aus, blieb aber in der Schweiz. Als CEO einer Tech-Firma – entstanden als Spin-off der EPFL. Vielen Dank für die gute Recherche und das Aufgreifen des Themas. Es stellen sich zwei Fragen: - Welche gesetzlichen Grundlagen müssen sofort geändert werden, damit Sicherheitsüberprüfungen die Regel werden? - Wie kann die doch stark föderalistische Organisationsstruktur der Sicherheitsorgane effizienter gestaltet werden? Und: wer in der Politik nimmt den Ball auf? [ ## ETH weist Forscher aus China ab – wegen Spionage Die Schweizer Wissenschaft rüstet auf gegen chinesische Spionage. Dabei stützt sie sich auf ausländisches Recht. Ihr bleibt keine andere Wahl. ](https://nzz.ch/schweiz/chinesische-spionage-in-der-schweiz-eth-weist-forscher-ab-ld.1779614) René Donzé und Mirko Plüss [ ## Die «Grande Nation» implodiert. Sie gleitet schleichend in einen Bürgerkrieg ab ](https://nzz.ch/feuilleton/die-grande-nation-implodiert-sie-gleitet-schleichend-in-einen-buergerkrieg-ab-ld.10044835) [ ## Wer Sprache verändert, will Macht ](https://nzz.ch/feuilleton/wer-sprache-veraendert-will-macht-ld.10044241) [ ## Die Ukraine hat wieder vollen Zugang zum amerikanischen Satelliteninternet, aber offenbar zum Preis eines geheimen Zugeständnisses ](https://nzz.ch/international/die-ukraine-hat-wieder-vollen-zugang-zum-starlink-system-verschont-aber-raffinerien-ld.10045048) [ ![Ein kurzer Pony gilt manchen als Erkennungszeichen linker Frauen. Ist da etwas dran, oder ist das an den Haaren herbeigezogen?](https://img-msp-prod.nzz.ch/2026/10/26/989fb470-db81-435e-92d1-27a6f1d28aa0.jpg?width=760&height=507&fit=bounds&quality=75&auto=webp&crop=6000,4000,x0,y2) ![Ein kurzer Pony gilt manchen als Erkennungszeichen linker Frauen. Ist da etwas dran, oder ist das an den Haaren herbeigezogen?](https://img-msp-prod.nzz.ch/2026/10/27/dede4131-54c6-421b-b908-eb15e34e4661.jpg?width=760&height=507&fit=bounds&quality=75&auto=webp&crop=3200,2133,x0,y0) ](https://nzz.ch/panorama/puh-problempony-koennen-wir-eine-politische-haltung-von-der-stirn-ablesen-ld.10044715) [ ## «Puh, Problempony» – können wir eine politische Haltung von der Stirn ablesen? ](https://nzz.ch/panorama/puh-problempony-koennen-wir-eine-politische-haltung-von-der-stirn-ablesen-ld.10044715) Elena Panagiotidis [ ![Im 19. Jahrhundert gehörte der französische Franc zu den stabilsten Währungen der Welt. Doch hohe Staatsschulden und Inflation führten zu einer massiven Geldentwertung.](https://img-msp-prod.nzz.ch/2025/12/30/f4028fab-195a-40f6-975a-b07ddfe0b8fe.jpg?width=760&height=507&fit=bounds&quality=75&auto=webp&crop=3394,2263,x0,y243) ](https://nzz.ch/wirtschaft/wie-kam-es-zur-wirtschaftlichen-talfahrt-in-frankreich-diese-grafik-der-letzten-200-jahre-liefert-die-antwort-ld.10041148) [ ## Wie kam es zur wirtschaftlichen Talfahrt in Frankreich? Diese Grafik der letzten zweihundert Jahre liefert die Antwort ](https://nzz.ch/wirtschaft/wie-kam-es-zur-wirtschaftlichen-talfahrt-in-frankreich-diese-grafik-der-letzten-200-jahre-liefert-die-antwort-ld.10041148) [ ![Laut der vorläufigen Auszählung liegt das Lager des israelischen Ministerpräsidenten inzwischen vor der Opposition um Gadi Eisenkot. Für eine Regierung reicht es trotzdem nicht. Nun steht ein zentrales Wahlversprechen auf der Kippe.](https://img-msp-prod.nzz.ch/2026/10/27/e4c1583c-02bd-4679-a6aa-4d8849982d1e.jpg?width=760&height=507&fit=bounds&quality=75&auto=webp&crop=8256,5504,x0,y0) ](https://nzz.ch/international/benjamin-netanyahu-gewinnt-wohl-die-wahl-und-verliert-seine-mehrheit-ld.10046632) [ ## Benjamin Netanyahu gewinnt wohl die Wahl, aber verliert seine Mehrheit ](https://nzz.ch/international/benjamin-netanyahu-gewinnt-wohl-die-wahl-und-verliert-seine-mehrheit-ld.10046632) [ ## Einer für alle – Harry Kane hat sich den Ballon d’Or redlich verdient ](https://nzz.ch/sport/fussball/bayern-muenchens-harry-kane-gewinnt-den-ballon-d-or-ld.10045480) Stefan Osterhaus, Berlin [ ![Sie hat als Erste ihre Kandidatur bekanntgegeben. Seither scheint es, als wolle die Partei sie verhindern. Nun deutet sich ein Bruch mit der Westschweizer SVP an.](https://img-msp-prod.nzz.ch/2026/10/26/929d5299-283d-4168-9a05-8b2dcdde3fe9.jpg?width=760&height=507&fit=bounds&quality=75&auto=webp&crop=8136,5424,x0,y0) ](https://nzz.ch/schweiz/alle-ausser-amaudruz-was-hat-die-svp-gegen-ihre-genfer-bundesratskandidatin-ld.10044829) [ ## Alle ausser Amaudruz: Was hat die SVP gegen ihre Genfer Bundesratskandidatin? ](https://nzz.ch/schweiz/alle-ausser-amaudruz-was-hat-die-svp-gegen-ihre-genfer-bundesratskandidatin-ld.10044829) Matthias Sander, Lausanne, Renato Schatz, Bern [ ## Ein Klubboss ausser Rand und Band: Der Präsident eines Zürcher Fussballvereins leert das Vereinskonto und erfindet Anschuldigungen ](https://nzz.ch/zuerich/aufruhr-im-amateur-fussball-ein-klub-praesident-raeumt-vereinskonto-leer-ld.10033598) [ ## Ein 48-jähriger Türke vergibt Kredite an Personen, die von der Bank keine bekommen – und treibt sie in den Ruin ](https://nzz.ch/zuerich/48-jaehriger-in-zuerich-vor-gericht-kredite-einschuechterung-und-verurteilung-ld.10020863) Nina Belz, Fabian Baumgartner [ ## Zwischen Wurststand und Rotlichtmilieu: Gastrokönig Sigi Huber sagt: «Ich vermisse die früheren Zeiten» ](https://nzz.ch/zuerich/sigi-huber-der-ungekroente-gastro-koenig-der-langstrasse-in-zuerich-packt-aus-ld.10024918) Tobias Marti, Fabian Baumgartner (Text), Philip Frowein (Bilder) [ ## Eine Zürcher Politikerin lässt sich von Telefonbetrügern einspannen. Sie beteuert: «Ich wollte bloss helfen, Kriminellen das Handwerk zu legen» ](https://nzz.ch/zuerich/zuercher-politikerin-laesst-sich-von-telefonbetruegern-einspannen-ld.10024749) [ ![Bisher konnte Teheran noch Erdöl verkaufen, das sich ausserhalb des Persischen Golfs befand. Das Versiegen der Einnahmequelle wird die Islamische Republik laut Experten aber nicht zum Einlenken bringen. Im Gegenteil: Die USA und Iran versprechen neue, heftige Kämpfe.](https://img-msp-prod.nzz.ch/2026/10/23/ceb9babd-65cf-48a9-bb40-1f04971e0eca.jpg?width=760&height=507&fit=bounds&quality=75&auto=webp&crop=4197,2798,x19,y0) ](https://nzz.ch/international/irans-schattenflotte-geht-das-oel-aus-teheran-duerfte-trotzdem-nicht-kapitulieren-ld.10042266) [ ## Irans Schattenflotte geht das Öl aus – Teheran dürfte trotzdem nicht kapitulieren ](https://nzz.ch/international/irans-schattenflotte-geht-das-oel-aus-teheran-duerfte-trotzdem-nicht-kapitulieren-ld.10042266) [ ![Noch immer gelingt es Teheran, den mit ihm verbündeten Hizbullah mit Waffen und Geld zu versorgen. Der Nachschub kommt oft über Syrien. Eine Reise ins Grenzland zeigt, warum.](https://img-msp-prod.nzz.ch/2026/10/12/ddb5c33f-258f-4841-8a55-fbba3cb2547d.jpg?width=760&height=507&fit=bounds&quality=75&auto=webp&crop=5988,3992,x6,y0) ](https://nzz.ch/international/drohnen-im-tank-und-ein-esel-voller-sprengstoff-an-der-syrisch-libanesischen-grenze-tobt-ein-versteckter-kampf-um-irans-nachschublinie-ld.10026715) [ ## Drohnen im Tank und ein Esel voller Sprengstoff: An der syrisch-libanesischen Grenze tobt ein versteckter Kampf um Irans Nachschublinie ](https://nzz.ch/international/drohnen-im-tank-und-ein-esel-voller-sprengstoff-an-der-syrisch-libanesischen-grenze-tobt-ein-versteckter-kampf-um-irans-nachschublinie-ld.10026715) [ ![Früher war die libanesische Schiitenmiliz Irans wichtigster Verbündeter im Kampf gegen Israel. Nach Jahren des Krieges und schweren Rückschlägen kämpft die Organisation jetzt um ihr Überleben.](https://img-msp-prod.nzz.ch/2026/05/13/03c71abe-5fd8-4f0f-b2d1-bbd81495b9c2.jpg?width=760&height=507&fit=bounds&quality=75&auto=webp&crop=6000,4000,x0,y0) ](https://nzz.ch/international/teherans-ehemalige-vorzeigemiliz-der-hizbullah-kaempft-ums-ueberleben-ld.10039175) [ ## Durchhalteparolen statt Raketen: Der Hizbullah ist nur noch ein Schatten seiner selbst ](https://nzz.ch/international/teherans-ehemalige-vorzeigemiliz-der-hizbullah-kaempft-ums-ueberleben-ld.10039175) ![Das autoritäre Regime in Aserbaidschan verbietet religiös anmutende Kleidung in Schulen. Das löst im Land selbst Proteste aus – und provoziert die Nachbarn Iran und Türkei. Ein Streit ums Kopftuch mit anderen Vorzeichen.](https://img-msp-prod.nzz.ch/2026/10/16/7aea59de-a9b0-4c28-9b23-836f73f06eac.jpg?width=810&height=810&fit=bounds&quality=75&auto=webp&crop=3000,3000,x0,y0) [ ## Provokation Kopftuchverbot: Aserbaidschan verärgert Nachbarn Iran und Türkei ](https://nzz.ch/podcast/provokation-kopftuchverbot-aserbaidschan-veraergert-nachbarn-iran-und-tuerkei-ld.10036161)